Informationen zu Rauchwarnmeldern

In Hamburg und Schleswig-Holstein müssen bis spätestens 31. Dezember 2010 bzw. 31. Dezember 2009 alle Wohnungen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden. Die Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern hat mittlerweile in die Bauordnungen von sieben Bundesländern Einzug gehalten. Insbesondere Feuerwehr- und Schornsteinfegerverbände haben sich für eine gesetzliche Lösung und damit für eine Einbaupflicht eingesetzt. Verpflichtet zum Einbau ist der jeweilige Vermieter bzw. Eigentümer einer Wohnimmobilie. 

Die unter der Decke montierten Geräte stellen sicher keine optische Bereicherung einer Wohnungsausstattung dar, sie sind jedoch vor dem Hintergrund der in jeder Wohnung bestehenden Brandgefahren zu begrüßen.

In Ländern, in denen Rauchwarnmelder seit längerem zur Wohnungsausstattung gehören, wie beispielsweise den USA oder Großbritannien, ist die Zahl der durch Rauch oder Brandgase tödlich verunglückten Bewohner erheblich zurückgegangen. Rauchwarnmelder werden – hoffentlich allein durch ihre Anwesenheit in den Wohnungen – die Mieter für die Gefahren von Brand und Brandrauch sensibilisieren. 

In alle Wohnungen wird der hochwertige Rauchmelder „HEKATRON HSD IV“ eingebaut, den auch viele andere Hamburger Wohnungsunternehmen einbauen. Er entspricht bautechnisch der DIN EN 14604 und seine Lithium-Langzeitbatterie versorgt das Gerät bis zu 10 Jahre lang mit Energie. Dieser optische bzw. fotoelektrische Rauchwarnmelder spricht auf eine Trübung der Luft an warnt im Falle einer Verrauchung der Luft mit einem durchdringenden akustischen Signal. Rauchwarnmelder können Sie nur schützen, wenn Sie sich in der Wohnung aufhalten. Es handelt sich nicht um eine Brandmeldeanlage, sondern um akustische Warneinrichtungen.

Mit Einbau und Wartung der Rauchwarnmelder haben wir die Servicefirmen BRUNATA und KALORIMETA beauftragt, die bereits in den Wohnanlagen der HSG die Ablesung der Erfassungsgeräte zur Heizkostenabrechnung durchführt. Die in der DIN EN 14676 vorgeschriebene jährliche Funktionsprüfung der Rauchwarnmelder wird damit zusammen mit der jährlichen Hauptablesung der Erfassungsgeräte vorgenommen. Wir haben uns ganz bewusst für diese Lösung entschieden, damit unsere Mieter im Ergebnis nur einmal besucht werden und sich nicht für einen zusätzlichen Besuchstermin bereithalten müssen.

Hinweise zur Handhabung der Rauchwarnmelder

• Die Rauchwarnmelder dürfen nicht geöffnet, die Batterien nicht entfernt und die Geräte dürfen natürlich auch nicht unter fließend Wasser gesäubert werden.

• Ein Überstreichen der Rauchmelder bei der Wohnungsrenovierung ist auszuschließen, damit die Lufteintrittsöffnungen nicht verschlossen werden.

• Sie können die Rauchmelder während der Renovierungsarbeiten oder zur Reinigung nach einer Drehung des Gerätes von der Montageplatte entfernen und mit einem feuchten Lappen abwischen.

Bei Fehlalarmen, Störungen und Fragen zu den Geräten selbst wenden Sie sich bitte nicht an HSG, sondern an den Service der Firmen KALORIMETA und BRUNATA. Eine Rufnummer des Notdienstes hat jeder Mieter bei Einbau der Geräte oder Mieterwechsel zusammen mit weiterem Informationsmaterial erhalten.

 

 

Mietrechtliche Fragen

Der erstmalige Einbau von Rauchmeldern stellt eine Modernisierungsmaßnahme im Sinne des § 559 BGB dar und gibt dem Vermieter damit die Möglichkeit, eine Mieterhöhung wegen Modernisierung daraus abzuleiten. HSG hat von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht.

Die jährlich wiederkehrenden Wartungskosten der Rauchwarnmelder stellen sonstige Betriebskosten gemäß §2 Nr. 17 Betriebskostenverordnung dar und werden mit Beginn des Abrechnungszeitraumes 2009 auf die Mieter umgelegt (siehe auch Urteil des Amtsgerichts Lübeck vom 5.11.2007, GZ. 21 C 1668/07).

 

Rechtliche Grundlagen

§ 6 (6) Hamburgische Bauordnung (HBauO)

  1. In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.
  2. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.
  3. Vorhandene Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2010 mit Rauchwarnmeldern auszurüsten.

§ 52 (7) Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein (LBO)

In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümerinnen und Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2009 mit Rauchmeldern auszurüsten.